Kegel-Übungen für Männer:
So machst du sie richtig

Kegel-Übungen sind nach einem Arzt benannt. Sie gehören zum Beckenbodentraining. Jede Wiederholung besteht aus drei Teilen: anspannen, halten und vollständig loslassen. Achte dabei darauf, ruhig weiterzuatmen und Bauch und Po locker zu lassen. So übst du die Bewegung gezielt. Das Programm „Länger durchhalten“ in der App The Coach verbindet diese Fähigkeiten mit angeleiteten Übungen für den Alltag.

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Was sind Kegel-Übungen?

Kegel-Übungen für Männer sind gezielte Anspannungen des Beckenbodens – der Muskelplatte, die das Becken nach unten abschließt, Blase, Darm und Prostata trägt und sich beim Orgasmus von selbst zusammenzieht. Dr. Arnold Kegel hat sie in den 1940er-Jahren für seine Patientinnen beschrieben; die Übung bekam seinen Namen, und der Name wanderte unverändert ins Deutsche. Gemeint ist genau das, was im Deutschen Beckenbodentraining heißt. Wichtig: Das ist Training, keine Behandlung. Tut das Anspannen weh, geh zuerst zum Urologen.

Entscheidend ist also nicht der Name, sondern wie du die Bewegung machst.

Kegel-Übungen: anspannen, halten und entspannen

Kegel-Übungen für den Beckenboden bestehen aus einer Bewegung von wenigen Sekunden, die du in kurzen Durchgängen wiederholst. Machst du sie falsch, trainierst du wochenlang vor allem deinen Po. Vorher findest du den Muskel einmal, dann folgen drei Schritte.

  1. Finden.Gesucht ist der Muskel, mit dem du den Urinstrahl stoppen würdest und der die Hoden ein Stück anhebt. Einmal finden reicht; die eigentliche Wiederholung besteht aus den drei Schritten danach. Den Strahl zu unterbrechen ist der Test, nicht die Übung.
  2. Anspannen.Nach innen und nach oben ziehen. Sonst bewegt sich nichts: nicht der Po, nicht die Oberschenkel, nicht der Bauch. Wenn dein Atem stockt, zieht gerade etwas anderes mit. Tut das Anspannen weh, hör auf und geh zuerst zum Urologen.
  3. Halten.Ein bis zwei Sekunden, ruhig, ohne die Luft anzuhalten. Länger ist nicht besser.
  4. Loslassen.Ganz, und länger, als du gehalten hast. Das Lösen gehört zur Wiederholung dazu, es ist nicht die Pause zwischen zwei Wiederholungen – ein Beckenboden, der nie loslässt, baut Spannung auf statt Kontrolle.

Kegeltraining für Männer heißt: diese Bewegung, wieder und wieder. Der Rest ist die Frage, wann sie in deinen Tag passt.

Die häufigsten Fehler bei Kegel-Übungen

Diese sechs Fehler können verhindern, dass du den Beckenboden gezielt trainierst.

01Fehler
Luft anhalten. Wer die Luft anhält, spannt den Bauch mit an und drückt von oben auf den Beckenboden. Atme aus, während du anspannst. Wenn du dabei nicht sprechen könntest, machst du es falsch.
02Fehler
Po und Oberschenkel ziehen mit. Von außen sieht das nach Arbeit aus, innen passiert wenig. Leg eine Hand auf den Po: Bewegt er sich, ziehst du an der falschen Stelle.
03Fehler
Nur ziehen, nie lösen. Zwei Sekunden anspannen, drei Sekunden bewusst loslassen: Genau dieses Loslassen wird leicht vergessen.
04Fehler
Zu fest, zu oft. Dauerhaft harte Anspannung macht den Beckenboden nicht stärker, sondern müde – und lässt dich eher früher kommen. Kräftige Anspannungen hebst du dir für die Momente auf, in denen du sie wirklich brauchst.
05Fehler
Den Strahl dauerhaft stoppen. Einmal, um den Muskel zu finden – in Ordnung. Als tägliche Übung nicht: Die Blase soll sich leeren, nicht trainiert werden.
06Fehler
Aufhören, sobald es klappt. Die meisten hören nicht nach einem Misserfolg auf, sondern nach den ersten Erfolgen. Muskel bleibt Muskel: Was du nicht weiter benutzt, bildet sich zurück.

Kegel-Übungen für Männer: So läuft das Training in der App

So findest du deinen Plan und startest mit den täglichen Übungen.

Schritt 01

Die The-Coach-App: der Tagesplan mit der Einheit für heute.

Sag, worum es geht

Am Anfang steht ein kurzer Fragebogen zu deiner Situation; aus deinen Antworten entsteht dein persönlicher Plan.

Schritt 02

Die The-Coach-App: eine geführte Kegel-Einheit mit Timer und Video.

Sechs Wochen, zehn Minuten am Tag

Das Kegel-Programm in der App bietet geführte Audio-Einheiten und tägliche Erinnerungen ans Üben.

Schritt 03

Die The-Coach-App: eine laufende Videolektion zur Übungstechnik.

Öffne „Heute“

Dort wartet die Einheit des Tages, Schritt für Schritt. Fragen stellst du über „Support“ in deinem Profil.

Finde deinen Einstieg ins regelmäßige Üben

Schwer wird es erst nach zwei Wochen, wenn aus der Übung eine Gewohnheit werden soll.

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Bringen Kegel-Übungen wirklich etwas?

Was sie nicht tun

Den Penis größer machen. Nein. Das Training verändert die Kraft der Muskeln, nicht die Länge des Penis.
Den Testosteronspiegel heben. Das hier ist Muskelarbeit, kein Hormonprogramm.
Einen Arzt ersetzen. Steckt hinter Erektionsproblemen etwas Medizinisches, findet das kein Training heraus.
In einer Woche wirken. Frühestens nach sechs Wochen tut sich an der Muskelkraft überhaupt etwas.

Was sich ändert

Mehr Kontrolle über den Samenerguss. Der Beckenboden ist am Samenerguss beteiligt. Wer ihn bewusst ansteuern kann, setzt genau an dem Muskel an, der dabei arbeitet.
Eine festere Erektion. Dieselben Muskeln bremsen den Blutabfluss aus dem Penis, solange er steif ist.
Intensivere Orgasmen. Der Beckenboden zieht sich beim Orgasmus rhythmisch zusammen – mit mehr Kraft fühlt sich das anders an.
Die Zahl dahinter. 6 von 10 Männern berichten nach sechs Wochen Übung von einer deutlichen Verbesserung. Das ist kein Versprechen, sondern das, was Männer nach sechs Wochen Übung berichten.

Probier die Bewegung heute Abend aus: anspannen, halten, loslassen.

Welche weiteren Fähigkeiten du üben kannst

Eine einzelne Wiederholung dauert nur wenige Sekunden. Um Fortschritte zu machen, brauchst du regelmäßige Übung über mehrere Wochen. Das Kegel-Programm dauert sechs Wochen und hilft dir, das Training in deinen Alltag einzuplanen.

Die Anatomie und alle acht Übungen in der richtigen Reihenfolge findest du in unserem Leitfaden zum Beckenbodentraining für Männer.

Lerne, worauf du beim Üben achten solltest

In der geführten Einheit hörst du, worauf du diese Woche achten solltest.

Loslegen

Wann du Kegel-Übungen nicht allein machen solltest

In diesen Fällen gehst du zuerst zu einem Arzt oder Physiotherapeuten.

Bei Schmerzen im Beckenboden oder Damm

Schmerz beim Anspannen ist kein Trainingsreiz. Ein Beckenboden, der schon zu fest ist, wird durch mehr Anspannen noch fester. Lass das erst abklären.

Nach einer Prostata-Operation

Dann trainierst du unter fachlicher Anleitung, oft mit Rückmeldung durch Fachleute. Eine App ersetzt das nicht, sie kommt danach.

Wenn du auch nach zwei Wochen nichts spürst

Dann fehlt nicht die Disziplin, sondern die Rückmeldung. Ein Physiotherapeut mit Schwerpunkt Beckenboden hilft dir oft schon in einer Sitzung, den Muskel zu finden.

Was Nutzer nach vier Wochen berichten

Aus einer Umfrage unter The-Coach-Nutzern nach ihren ersten vier Wochen mit der App. Gefragt war nach dem Sex, nicht nach der Muskelkraft:

58%
mehr Kontrolle beim Sex
55%
Sex wurde deutlich befriedigender
39%
höhere Libido
41%
häufiger Sex

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Zehn Minuten am Tag; ein paar Fragen legen deinen Einstieg fest.

Ein paar Fragen beantworten

Was Männer über das Programm sagen

Bewertungen von Nutzern der App. Sie beschreiben das ganze Programm, nicht die zehn Minuten Kegel allein.

„Drei Wochen Kegel-Übungen und die Tipps zur Erregungskontrolle: Der Sex mit meiner Frau dauert jetzt 2 Minuten statt etwa 30 Sekunden.“

Ananas2015

„55 Jahre alt. In nur zwei Wochen bin ich von ‚Mensch, du bist schon fertig?‘ zu ‚Bitte komm endlich, Schatz, ich kann nicht mehr‘ gekommen.“

Ricster392

„Ich war anfangs skeptisch, aber nach zwei Wochen hat mir meine Frau gesagt, ich soll die App nicht mehr benutzen, weil ich zu lange durchhalte. Gut gemacht, The Coach!“

D.Lazer

„Die ersten 30 Tage geschafft und OMG, das hat auch meine Frau gesagt. Von vorzeitiger Ejakulation dahin, so lange durchzuhalten, wie ich will. Zögere nicht so wie ich damals.“

Woodyoulike2know

Gemeinsam mit Fachleuten entwickelt

Jedes Programm entsteht mit Urologen, Beckenboden-Physiotherapeuten und Therapeuten aus der Sexualgesundheit.

Dr. Justin Houman

Facharzt für Urologie mit UCLA-Ausbildung, Spezialist für männliche Reproduktions- und Sexualgesundheit.

Dr. Susie Gronski

Physiotherapeutin, zertifizierte Sexualberaterin und Gründerin einer Klinik für männliche Beckengesundheit.

Cameron Fraser

Australiens führender Sex-Coach für Männer, spezialisiert auf männliches sexuelles Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit.

Dr. Amy Pearlman

Fachärztin für Urologie, spezialisiert auf männliches sexuelles Wohlbefinden, Leistungsfähigkeit und Hormongesundheit.

Gerard Greene

Physiotherapeut mit Schwerpunkt Männergesundheit und Dozent an der Coventry University.

Natalie Goldberg

Zertifizierte Sexual- und Familientherapeutin für bessere intime Beziehungen und persönliches Wohlbefinden.

Dr. Paula Hall

Akkreditierte Psychotherapeutin für Sexualität und Beziehungen, Mitglied führender psychotherapeutischer Fachverbände.

Dr. Justin Lehmiller

Promovierter Sozialpsychologe und Senior Research Fellow am Kinsey Institute.

Weitere Programme von The Coach

Sex ist eine Fähigkeit

Meistere ihre Lust, Stufe für Stufe.

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Häufige Fragen zu Kegel-Übungen

Was sind Kegelübungen für Männer?

Kegelübungen für Männer sind gezielte Anspannungen der Beckenbodenmuskulatur – der Muskelplatte unter Blase, Darm und Prostata. Du ziehst den Beckenboden nach innen und oben, hältst kurz und lässt vollständig los. Benannt sind sie nach Dr. Arnold Kegel, der die Übung in den 1940er-Jahren beschrieben hat. Geschrieben wird das als Kegelübungen oder als Kegel-Übungen; gemeint ist dasselbe.

Heißt es Kegel-Übungen oder Kegelübungen?

Beides ist richtig. Kegelübungen ist die zusammengeschriebene Form – so baut das Deutsche seine Wörter normalerweise. Kegel-Übungen mit Bindestrich ist genauso korrekt und hat einen Vorteil: Der Eigenname bleibt sichtbar, und du liest nicht über ihn hinweg. Falsch ist nur die getrennte Schreibweise mit einem Leerzeichen zwischen den beiden Teilen – die kommt aus dem Englischen, im Deutschen gibt es sie nicht. Welche Form du schreibst, ist Geschmackssache.

Wächst der Penis durch Kegel-Übungen?

Nein. Trainiert wird Muskulatur im Becken, und die bestimmt keine Länge. Verändern können sich die Härte der Erektion und die Kontrolle darüber, wann du kommst. Die Größe nicht.

Brauche ich ein Gerät dafür?

Nein. Du brauchst dafür nichts außer dem eigenen Muskel. Der Muskel liegt innen, die Bewegung ist von außen unsichtbar, und du kannst sie im Sitzen machen, ohne dass irgendjemand etwas merkt.

Wie oft am Tag soll ich üben?

Zehn Minuten am Tag, verteilt auf kurze Durchgänge. Mehr bringt nicht mehr, es macht den Muskel nur müde. Wie viele Wiederholungen das sind und wann sie länger werden, gibt das Programm vor; du musst dir dafür nichts zusammenbasteln.

Was bekomme ich in der App?

Einen Plan, der nach ein paar Fragen auf dich zugeschnitten ist, und darin ein sechswöchiges Kegel-Programm: zehn Minuten am Tag, geführte Audio-Einheiten und Erinnerungen, damit die Übung nicht am Vergessen scheitert. Unter „Heute“ steht, was heute dran ist. Fragen gehen über „Support“ in deinem Profil.

Brauche ich eine Partnerin dafür?

Nein. Kegel-Übungen machst du allein, und ob du deiner Partnerin davon erzählst, ist deine Entscheidung. Beim Üben merkt sie davon nichts.

Übe regelmäßig mit klarer Anleitung

Beantworte ein paar Fragen zu deinem Ausgangspunkt. Dein Plan führt dich anschließend durch die Übungen.

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